Die diesjährige Klausur der Geschäftsführer*innen und Bevollmächtigten der Bundesvereinigung Materialwissenschaft und Werkstofftechnik (BV MatWerk) fand am 18. Juni 2025 bei der KME Germany GmbH in Osnabrück statt. Rund 25 Teilnehmende aus Ministerien, Förderorganisationen, Forschungsinstituten, Fachgesellschaften und Industrieverbänden nutzten die Gelegenheit zum direkten Austausch und zur gemeinsamen strategischen Beratung.
Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende Dr. Ursula Eul gab Dr.-Ing. Peter Böhlke (Corporate Director Technology & Development, KME Germany GmbH) einen Einblick in das gastgebende Unternehmen. Im Anschluss folgte ein Überblick zur Arbeit des Kupferverbands und zu Kupfer als Werkstoff durch Dipl.-Ing. Christian Blecking (Fachbereich Industrieanwendungen, Fertigungstechnik, Additive Fertigung, Kupferverband e.V.). Zwei zentrale Programmpunkte bildeten die aktuellen Informationen aus dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), vertreten durch Peter Hassenbach (Leiter Ref. 523, BMFTR) und Dr. Olaf Rotthaus (Projektleiter Materialien und Werkstoffe beim VDI Technologiezentrum), sowie der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), vorgestellt durch Dr. Cosima Schuster (Programmdirektorin Ingenieurwissenschaften, DFG). Die Beiträge boten wertvolle Einblicke in laufende Förderaktivitäten und künftige Programmausrichtungen.
Nach einem Bericht zu den laufenden Aktivitäten der BV MatWerk – darunter das neue Positionspapier zur Materialforschung und der Arbeit der AG „Wissenschaftlicher Nachwuchs“ – folgte eine Werksbesichtigung bei KME. Am Nachmittag wurde der Blick erneut auf die strategische Einbettung der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik gerichtet. Wertvolle Impulse kamen aus dem acatech-Themennetzwerk MatWerk, vorgestellt durch Prof. Dr.-Ing. Frank Mücklich (Leiter Institut für Funktionswerkstoffe, Universität des Saarlands) in seiner Funktion als Sprecher des Themennetzwerks.
In einer offenen Diskussionsrunde wurden zentrale Themen zusammengeführt, bevor die Planung der gemeinsamen Mitgliederversammlung mit dem StMW (Studientag Materialwissenschaft und Werkstofftechnik e.V.) am 29. September 2025 am Institut für Werkstofftechnik der Universität Kassel in den Fokus rückte.
Die Klausur 2025 zeigte einmal mehr, wie wichtig der kontinuierliche Dialog zwischen den relevanten Akteur*innen ist – für eine abgestimmte Forschungsstrategie, eine nachhaltige Nachwuchsförderung und eine stärkere Sichtbarkeit der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik in Deutschland.